Berufunsfähigkeits- & Unfallversicherung
Berufsunfähigkeitsversicherung
Aus unserer Sicht ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) die wichtigste Personenversicherung überhaupt. Der gesamte Lebensstandard, sowie alle Ansparziele (Konsum aber auch Altersvorsorge) werden aus den Erträgen der Berufstätigkeit, also Ihrem Arbeitseinkommen bezahlt. Wenn Sie also durch Unfall, Krankheit oder Pflegefall Ihre Arbeitskraft dauerhaft (mindestens sechs Monate) verlieren, bezahlt eine private BU eine monatliche Rente bis zu einem vorher vereinbarten Endalter (zum Beispiel bis 63).
Für viele wird das im Ernstfall die einzige Einkunftsquelle sein. Für Angestellte besteht zwar noch eine sogenannte Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung für den Fall, dass Sie nach einem Schicksalsschlag keinerlei Tätigkeit mehr ausüben können, diesen Zustand zu erreichen ist aber schwer. Außerdem sind die Rentenhöhen nur gering. Der Unterschied liegt also darin, dass die private BU prüft, ob Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf nicht mehr ausüben können, während die gesetzliche Rente prüft, ob Sie trotz Krankheit oder Unfallfolgen noch in der Lage sind irgendeiner Tätigkeit nachzugehen. Klar, dass dies viel schwerer zu erreichen ist.
Mit oder ohne Ansparvertrag?
Wie schließt man nun eine solche Versicherung ab? Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Auf reiner Risikobasis (selbständige BU), das heißt es wird nur das kalkulierte Risiko, die Höhe der monatlichen Rente (z.B. 2.000 Euro) für eine gewisse Laufzeit (bis Endalter 63) und Ihren bestimmten Beruf (z.B. Dipl.-Kaufmann tätig als Steuerberater) versichert. Wenn Sie nicht berufsunfähig werden, oder vorzeitig kündigen, sind die Beiträge verloren. Auf der anderen Seite erfordert diese Variante den geringsten Beitragsaufwand. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das BU-Risiko mit einer kapitalbildenden Lebens- oder Rentenversicherung zu verbinden. Hier bezahlen Sie etwas mehr Beitrag es wird aber der sog. Sparanteil verzinslich angelegt und kommt dann im Alter zur Auszahlung.
Wir empfehlen überwiegend, den Vertrag selbständig abzuschließen. Hierfür gibt es zwei Gründe: Die Anforderungen an einen guten BU-Versicherer sind andere als die, die an eine rentable Lebensversicherung gestellt werden. Darüber hinaus verlieren Sie Flexibilität, wenn Sie Produktarten kombinieren. Bei einer vorzeitigen Kündigung der Berufsunfähigkeit, die jederzeit möglich ist, gefährden Sie eventuell die Erträge aus der Lebensversicherung, also Ihre Zinsen.
Wenn die finanziellen Mittel da sind, sollten Sie also besser zwei Verträge abschliessen.
Die Kombination mit einer Risikolebensversicherung empfehlen wir nur da, wo Risikoschutz für den Todesfall tatsächlich benötigt wird.
Im Leistungsfall
Wir wollen hier keine Betriebsgeheimnisse verraten, nur so viel, sollte einer unserer Kunden einen BU-Leistungsfall anmelden werden wir professionelle Hilfe organisieren. Wir trauen uns nicht zu alle Tricks und Kniffe, die die Leistungsabteilung einer Versicherung auf Lager hat zu kennen und stets richtig zu reagieren. Hier gibt es Profis, die den Kunden bei der Durchsetzung seines Leistungsanspruches von Anfang an unterstützen.
Bei welcher Gesellschaft?
Überlassen Sie die Auswahl der Gesellschaft einem Profi, also uns. Wir sagen Ihnen aber gerne worauf es ankommt. Die wichtigste Voraussetzung sind die Versicherungsbedingungen. Es muss also bedingungsgemäß klar sein, wann Sie eine Berufsunfähigkeitsrente erhalten. Die Ausweichmöglichkeiten des Versicherers müssen so gering wie möglich sein. Insbesondere die sog. Abstrakte Verweisung auf einen anderen, ähnlichen Beruf darf es nicht geben. Seit etwa acht Jahren hat ein starker Bedingungswettbewerb zwischen den Anbietern stattgefunden, so dass eine große Anzahl Gesellschaften zur Verfügung steht, deren Bedingungen man als - im Interesse des Kunden - sehr gut bezeichnen kann. Die Unterschiede in der Spitzengruppe sind marginal, können aber im Einzelfall eine bedeutende Rolle spielen.
Wählen Sie einen Versicherer, der für Ihren Beruf eine günstige Prämie erhebt. Es gibt nach wie vor große Beitragsunterschiede in der Einstufung verschiedener Berufe zwischen den Gesellschaften. Das ist voll beabsichtigt. Der eine Versicherer bevorzugt Akademiker, die in kaufmännischen Berufen tätig sind, in der Hoffnung auf ein niedrigeres Schadenaufkommen, andere bieten auch für körperlich tätige Berufe einen annehmbaren Beitrag .
Unfallversicherung
Die Unfallversicherung bezahlt einen Einmalbetrag oder eine monatliche Unfallrente, wenn Sie durch einen Unfall dauerhafte gesundheitliche Folgen davontragen. Die Höhe der Leistung richtet sich nach dem sog. Invaliditätsgrad. Es wird also zu Beginn der Versicherung eine Höchstsumme vereinbart, von der Sie abhängig von der Schwere der Verletzung einen gewissen Prozentsatz als Leistung erhalten. Wenn Sie zum Beispiel ein Auge verlieren erhalten Sie 50% der vereinbarten Leistungen, wenn Ihnen ein Bein abgenommen wird, bis zu 70%. Wen Sie einen Bänderriss erleiden, der wieder völlig verheilt, kriegen Sie keine Invaliditätsleistung, da keine Dauerfolge besteht. Weitere, weniger wichtige Leistungen sind das sog. Krankenhaustagegeld, eine Pauschale für kosmetische Operationen, die nach einem Unfall notwendig werden können oder die sog. Bergungskosten.
Wir empfehlen die Unfallversicherung nur bei besonders gefährdeten Personengruppen wie Motorradfahrern, Vielreisenden, Risikosportlern, Kinder. Wir sind der Ansicht, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtiger ist. Eine Unfallversicherung ist leicht ab 10 Euro monatlich zu haben.
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